Funchal ist so eine Stadt, die auf der Karte überschaubar wirkt. Der Flughafen ist nah, das Hotel liegt im Zentrum, und der erste Tag lässt sich gut zu Fuß erkunden. Doch dann versucht man, den Strand von Seixal an der Nordküste, den Aussichtspunkt Boca da Encumeada oder die natürlichen Pools von Porto Moniz zu erreichen – und merkt, dass Madeira ohne Auto vielleicht nur 20 % seiner Reize zeigt.
Ein Mietwagen in Funchal ist kein Luxus. Es ist die wichtigste Entscheidung, die Sie für Ihre Reise treffen werden. Dieser Leitfaden erklärt Ihnen, wie Sie alles richtig machen – ohne Anzahlungen, ohne versteckte Gebühren und ohne den Stress, der so viele Erstbesucher unvorbereitet trifft.
Warum Mietwagen in Funchal unverzichtbar sind
Madeiras öffentlicher Nahverkehr deckt die wichtigsten Verbindungen ab – vom Flughafen nach Funchal und zwischen einigen größeren Städten. Doch die spektakulärsten Orte der Insel liegen an Bergstraßen, die entweder gar nicht oder nur einmal täglich von Bussen befahren werden. Die Levada-Wanderungen beginnen an Ausgangspunkten, die nur mit dem Auto erreichbar sind. Die schwarzen Sandstrände an der Nordküste sind 45 Minuten von Funchal entfernt und über kurvenreiche Küstenstraßen zu erreichen, die von Touristenbussen gemieden werden.
Taxis sind zwar praktisch, aber die Kosten summieren sich schnell. Eine Hin- und Rückfahrt nach Seixal kostet mehr als ein Mietwagen für einen ganzen Tag. Außerdem verliert man die Freiheit, jederzeit anzuhalten, so lange zu bleiben, wie man möchte, und spontan Pläne zu ändern – und genau so erlebt man die schönsten Tage auf Madeira.
Wie Funchal ohne Auto aussieht
Sie verbringen Ihre Vormittage damit, auf Busse zu warten, die nach Inselrhythmus fahren. Sie zahlen Taxipreise, die davon ausgehen, dass Sie ein Tourist ohne Alternative sind. Sie besuchen drei statt sechs Orte. Sie verpassen die Wasserfallstraße an der Nordküste, weil sie in keiner Reiseroute enthalten ist. Sie kehren mit einem Bild von Madeira nach Hause zurück, das Sie nur auf Postkarten gesehen haben, nicht das wahre Madeira.
Wie Funchal mit dem Auto aussieht
Sie brechen früh auf, bevor der große Ansturm beginnt. Sie fahren die VE2, die Küstenstraße im Norden, entlang, wo Wasserfälle direkt auf den Asphalt stürzen. Sie halten an jedem Aussichtspunkt, der Ihnen ins Auge fällt. Sie entdecken das kleine Dorfcafé, das nicht auf Google Maps verzeichnet ist. Sie kommen ins Hotel zurück, wann immer Sie bereit sind, nicht erst, wenn der letzte Bus Sie dorthin zwingt.
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Die versteckten Kosten, die die meisten Besucher überraschen
Mietwagenfirmen in Funchal sind bekannt für Überraschungen bei der Abholung. Nicht etwa, weil die Unternehmen unseriös wären – die meisten sind völlig seriös –, sondern weil der Online-Buchungsprozess nicht immer alle Details transparent darstellt. Hier erfahren Sie, was Sie vor Ihrer Ankunft wissen sollten.
Einlagen: Der größte Schock
Die meisten Mietwagenanbieter auf Madeira verlangen bei Abholung eine Kaution auf Ihrer Kreditkarte. Diese liegt üblicherweise zwischen 800 € und 2.000 €, abhängig von Fahrzeugkategorie und Versicherungsumfang. Es handelt sich nicht um eine Abbuchung, sondern um eine Reservierung. Der Betrag wird für die Dauer der Mietzeit und manchmal auch noch einige Tage nach der Rückgabe des Fahrzeugs auf Ihrer Karte blockiert.
Wenn Sie keine Kreditkarte mit dem entsprechenden Limit besitzen, können Sie das Auto nicht mieten. Debitkarten werden von vielen Anbietern gar nicht akzeptiert. Die Lösung ist einfach: Wählen Sie bei der Buchung eine Vollkaskoversicherung. Mit Vollkasko entfällt die Kaution komplett. Sie zahlen zwar etwas mehr pro Tag, haben aber keinerlei finanzielles Risiko und es werden keine Gelder auf Ihrer Karte blockiert.
Basisversicherung: Was sie tatsächlich abdeckt
Die günstigsten Online-Angebote beinhalten fast immer nur eine einfache Haftpflichtversicherung. Diese deckt Schäden an anderen Fahrzeugen und deren Eigentum ab, nicht aber Schäden an Ihrem eigenen Mietwagen. Auf Madeiras engen Bergstraßen, wo ein Außenspiegel in einer unübersichtlichen Kurve an einer Steinmauer hängen bleiben kann, ist das ein echtes Risiko. Ein einziger Kratzer an einer Alufelge kann 150 bis 300 € kosten. Ein Schrammen am Stoßfänger kann 400 € oder mehr kosten.
Eine Vollkaskoversicherung (auch CDW ohne Selbstbeteiligung genannt) deckt all dies ab. Sie ist zwar zunächst teurer, aber dafür geben Sie das Auto einfach zurück, übergeben die Schlüssel und können sich entspannt zurücklehnen – keine Sorgen um die Schadensbegutachtung, kein Warten darauf, ob zwei Wochen später eine Schadensrechnung auf Ihrer Kreditkarte erscheint.
Tankregelung: Volltanken oder bezahlen
Die meisten Autovermietungen in Funchal bieten eine Tankregelung „voll-zu-voll“ an: Sie übernehmen das Auto vollgetankt und geben es vollgetankt zurück. Das ist fair und transparent. Einige günstigere Anbieter verlangen „voll-leer“, dass Sie den Tank voll bezahlen und das Auto leer zurückgeben – das klingt zwar praktisch, aber Sie zahlen fast immer für Kraftstoff, den Sie gar nicht verbraucht haben. Bleiben Sie daher bei „voll-zu-voll“.
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Das richtige Auto für Funchal auswählen
Das ist auf Madeira wichtiger als fast überall sonst in Europa. Die Straßen der Insel sind steil, eng und erfordern bergauf oft ordentlich Motorleistung. Mit dem falschen Auto wird das Fahren stressig. Mit dem richtigen Auto wird es zum echten Vergnügen.
Motorgröße: Nicht zu klein wählen.
Ein 1,0-Liter-Motor, der auf flachen portugiesischen Autobahnen problemlos läuft, stößt auf den Bergstraßen Madeiras an seine Grenzen. Bergauf werden Sie im zweiten Gang feststecken, der Motor muss sich anstrengen und Überholmanöver sind unmöglich. Empfohlen werden mindestens 1,2 Liter Hubraum; 1,5 Liter bieten optimalen Komfort. Reisen Sie mit Gepäck und mehr als zwei Personen, sollten Sie mindestens 1,6 Liter Hubraum wählen.
Automatik vs. Manuell
Wenn Sie sich mit einem Schaltgetriebe an steilen Steigungen nicht ganz wohlfühlen, buchen Sie ein Automatikgetriebe. Allein in Funchal gibt es an Ampeln bergauf fahrende Abschnitte, die selbst erfahrene Fahrer vor Herausforderungen stellen. Mit einem Automatikgetriebe entfällt dieser Stress komplett, und Sie können sich ganz auf die Straße und die Aussicht konzentrieren. Der Preisunterschied ist meist gering – aber jeden Cent wert.
Fahrzeuggröße: Kompakt ist in der Regel am besten
Die Dorfstraßen und Parkplätze Madeiras sind nicht für große Fahrzeuge ausgelegt. Ein Kompaktwagen oder Kleinwagen (z. B. VW Polo, Seat Ibiza oder ähnliches) ist ideal: Er bietet ausreichend Platz für zwei Personen und Gepäck und ist klein genug, um durch enge Gassen zu manövrieren und auch in kleinen Parklücken zu parken. Reisen Sie zu viert mit großem Gepäck, eignet sich ein mittelgroßer SUV gut – stellen Sie sich aber darauf ein, dass das Parken in den Dörfern etwas schwieriger sein kann.
Wo Sie Ihr Auto in Funchal abholen können
Sie haben zwei Hauptoptionen: Abholung am Flughafen Madeira (FNC) oder im Stadtzentrum von Funchal. Jede Option hat je nach Ihren Plänen ihre Vorteile.
Abholung vom Flughafen Madeira
Wenn Sie nach Ihrer Ankunft direkt die Insel erkunden möchten, ist die Abholung am Flughafen die effizienteste Option. Sie landen, holen Ihr Gepäck und Ihren Mietwagen ab und sind innerhalb von 30 Minuten unterwegs. Die meisten großen Autovermietungen haben Schalter in der Ankunftshalle oder sind nur eine kurze Shuttlefahrt entfernt. Dies ist die beste Wahl, wenn Sie Ihre erste Nacht nicht im Stadtzentrum von Funchal verbringen.
Abholung im Stadtzentrum von Funchal
Wenn Sie ein oder zwei Tage in Funchal verbringen, bevor Sie die Umgebung erkunden, ist die Abholung im Stadtzentrum sinnvoller. Für Funchal selbst benötigen Sie kein Auto – die Altstadt, der Markt, die Seilbahn nach Monte, die Strandpromenade – all das lässt sich bequem zu Fuß erreichen. Holen Sie den Mietwagen am Tag Ihrer Inselerkundung ab.
🚗 Flughafen oder Stadtzentrum – Sie haben die Wahl
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Die besten Tagesausflüge ab Funchal mit dem Auto
Sobald Sie Ihr Auto haben, eröffnet sich Ihnen Madeira in seiner ganzen Vielfalt. Hier sind die Routen, die Erstbesucher am meisten beeindrucken.
Die Nordküstenstraße (VE2) – 45 Minuten von Funchal entfernt
Diese Fahrt ist unvergesslich und bleibt noch Jahre nach der Reise in Erinnerung. Die VE2 führt entlang der Nordküste durch in die Klippen gehauene Tunnel, vorbei an Wasserfällen, die direkt auf die Straße stürzen, und durch kleine Fischerdörfer, die vom Tourismus völlig unberührt wirken. Der Strand von Seixal – schwarzer Vulkansand, geschützt von grünen Klippen, mit einem natürlichen Becken, das von einem Bergwasserfall gespeist wird – ist das absolute Highlight. Im Sommer sollte man vor 10 Uhr dort sein.
Cabo Girão – 20 Minuten von Funchal entfernt
Eine der höchsten Meeresklippen Europas mit einer Aussichtsplattform mit Glasboden, die einen schwindelerregenden Blick direkt hinunter zum Atlantik bietet. Sie ist 20 Autominuten westlich von Funchal über gut ausgebaute Straßen zu erreichen. Verbinden Sie Ihren Besuch mit einem Abstecher nach Câmara de Lobos – einem kleinen Fischerdorf, das Winston Churchill einst malte, mit seinen bunten Booten und hervorragenden Restaurants.
Pico do Arieiro – 40 Minuten von Funchal entfernt
Die Straße zum dritthöchsten Gipfel Madeiras schlängelt sich durch Eukalyptuswälder und Wolkenformationen hinauf auf 1.818 Meter über dem Meeresspiegel. An klaren Tagen kann man vom Gipfel aus die anderen Kanarischen Inseln sehen. Die Fahrt selbst ist spektakulär. Am besten fährt man früh morgens los, um die besten Chancen auf einen klaren Himmel über den Wolken zu haben.
Santana und der Norden – 1 Stunde von Funchal entfernt
Das Dorf Santana ist berühmt für seine traditionellen, reetgedeckten A-förmigen Häuser (Palheiros), doch der eigentliche Grund für eine Fahrt dorthin ist die Strecke selbst – vorbei an der Forellenzucht Ribeiro Frio, dem Aussichtspunkt Balcões und hinunter ins beeindruckende Metade-Tal. Planen Sie für diese Route einen ganzen Tag ein.
Häufig gestellte Fragen zur Autovermietung in Funchal
Benötige ich eine Kreditkarte, um in Funchal ein Auto zu mieten?
Die meisten Autovermietungen in Funchal verlangen eine Kreditkarte für die Kaution. Bei Buchung mit Vollkasko (ohne Selbstbeteiligung) entfällt die Kaution in der Regel, und einige Anbieter akzeptieren auch Debitkarten. Bitte erkundigen Sie sich vor der Buchung nach den Zahlungsbedingungen.
Was ist das Mindestalter für die Anmietung eines Autos in Funchal?
Das Mindestalter beträgt in der Regel 21 Jahre, mit mindestens ein bis zwei Jahren Fahrpraxis. Fahrer unter 25 Jahren müssen unter Umständen einen Jungfahrerzuschlag entrichten. Einige Unternehmen setzen das Mindestalter für bestimmte Fahrzeugkategorien auf 23 oder 25 Jahre fest.
Kann ich am Flughafen Madeira ein Auto abholen und in Funchal wieder abgeben?
Ja, die meisten Autovermietungen bieten Einwegmieten zwischen dem Flughafen und dem Stadtzentrum von Funchal an. Es kann eine geringe Rückgabegebühr anfallen, diese ist aber in der Regel minimal und den Komfort wert.
Ist Autofahren in Funchal schwierig?
Das Stadtzentrum von Funchal hat einige steile Straßen und enge Gassen, ist aber mit einem Kleinwagen gut zu bewältigen. Die größte Herausforderung sind die Anfahrten bergauf an den Ampeln – ein Automatikgetriebe erleichtert dies erheblich. Außerhalb der Stadt sind die Straßen gut ausgebaut und deutlich ausgeschildert.
Wie viel kostet ein Mietwagen in Funchal?
Die Preise variieren je nach Saison und Fahrzeugkategorie. Ein Kleinwagen mit Vollkaskoversicherung kostet in der Nebensaison üblicherweise zwischen 25 und 50 € pro Tag und in der Hochsaison im Sommer zwischen 40 und 80 € pro Tag. Wenn Sie frühzeitig buchen und die Angebote mehrerer lokaler Anbieter vergleichen, finden Sie die besten Preise.
Benötige ich für Funchal einen internationalen Führerschein?
EU-Führerscheine sind auf Madeira uneingeschränkt gültig. Besucher aus Nicht-EU-Ländern (einschließlich britischer Führerscheininhaber nach dem Brexit) sollten sich bei ihrer Autovermietung erkundigen, in der Praxis werden jedoch die meisten internationalen Führerscheine akzeptiert. Fahrern aus Nicht-EU-Ländern wird vorsorglich ein internationaler Führerschein (IDP) empfohlen.